Welsumer Lehrbrief


    1,1 Welsumer rostrebhuhnfarbig


    Herkunft:
    Holländische Züchtung aus der Umgebung von Welsum. Seit 1925 auf den Ausstellungen gezeigt.

    Bedeutung:
    Wetterhartes mit guter Fleischnutzung und Leger sehr großer, brauner Eier.

    Gesamteindruck:
    Mittelschweres Huhn mit walzenförmig gestrecktem, geräumigem, waagerecht getragenem Körper, mittelhoher Stellung und fest anliegendem Gefieder.

    Rassemerkmale Hahn:

    Rumpf:            tief; walzenförmig gestreckt von mittlerer Länge; waagerechte Körperhaltung.

    Hals:               mittellang; gut entwickelter über die Schultern reichender Behang.

    Rücken:          gut mittellang; gleichmäßig breit und gerade bis zum Sattel.

    Schultern:      breit; nicht hervortretend.

    Flügel:            gut entwickelt; etwas gewölbt; geschlossen und fast waagerecht fest anliegend getragen.

    Sattel:             breit; voll befiedert; kurzrund in den Schwanz übergehend.

    Schwanz:        gut entwickelt; mäßig lang; die volle Besichelung gut gebogen, ziemlich hoch  getragen.

    Brust:              breit; tief; gut gerundet.

    Bauch:            voll; gut entwickelt.

    Kopf:               knapp mittelgroß.

    Gesicht:          lebhaft rot; unbefiedert.

    Kamm:            einfach; knapp mittelgroß; fein im Gewebe; lebhaft rot; mit regelmäßigen, ziemlich tief geschnittenen Zacken; die Kammfahne der Nackenlinie folgend ohne aufzuliegen.

    Kehllappen:   ziemlich kurz; gut gerundet; fein im Gewebe; lebhaft rot.

    Ohrlappen:    mittelgroß; mandelförmig; fein im Gewebe; lebhaft rot.

    Augen:           groß; von lebhaftem Ausdruck; orangerot.

    Schnabel:      mittellang; gelb bis hellhornfarbig.

    Schenkel:      kräftig; mittellang; gut sichtbar.

    Läufe:             mittellang; gelb.

    Zehen:            mittellang; gerade; gut gespreizt.

    Gefieder:       voll; glatt und fest anliegend; gute Federbreite.

    Rassemerkmale Henne:
    Breite, geräumige Körperform mit gut entwickelter Bauchpartie; mittelgroßer Stehkamm; Schwanz mäßig lang, ziemlich hoch und nicht gefächert getragen; Rücken gerade bis zum breiten, kurzrund in den Schwanz übergehenden Sattel.

    Grobe Fehler Rassemerkmale:
    Zu schmaler, zu kurzer oder zu langer Körper; hohlrunde Rückenlinie; flache Brust; wenig entwickelte Bauchpartie; Sattelpolster, abfallende Körperhaltung; Hängeflügel; Eichhornschwanz oder zu flache Schwanzhaltung; grob in Kopf, Kamm und Kehllappen; Fußbefiederung; weiß in den Ohrlappen.

    Farbenschläge:

    Rost-rebhuhnfarbig:

    HAHN: Kopf goldbraun. Halsbehang goldbraun mit leicht angedeuteter schwarzer Schaftstrichzeichnung. Sattelbehang rot- bis goldbraun mit wenig oder ohne schwarze Schaftstrichzeichnung. Rücken, Schultern und Flügeldecken tief rotbraun. Flügeldeckfedern (Binden) mit dreiteiliger Zeichnung ähnlich den Brustfedern, von außen schwarz, grünlich glänzend. Armschwingen innen mattschwarz, außen tiefbraun, das Flügeldreieck bildend. Handschwingen mattschwarz mit braunem Außenrand. Die Brustzeichnung wird durch die dreigeteilte Feder, die am Grunde grauschwarz, in der Mitte mattbraun und am Ende tupfenartig schwarz ist, gebildet. Schenkelzeichnung in Anlehnung an die Brust. Hinterteil mattbraun mit schwarzen Flecken. Steuerfedern schwarz, die großen Sicheln schwarz mit Grünglanz, die Nebensicheln glänzend schwarz mit mehr oder weniger braunem Saum. Untergefieder grau mit bräunlichem Schimmer.

    HENNE: Kopf rotbraun. Halsbehang oben rotbraun, nach unten in goldbraun übergehend, mit schwarzer Schaftstrichzeichnung. Mantelgefieder rostbraun mit schwarzer Pfefferung und goldbrauner Nervzeichnung. Armschwingen in Anlehnung an die Mantelfarbe und -zeich-nung. Handschwingen außen mattschwarz mit braunem Rand, innen mattschwarz mit brauner Sprenkelung am Federende. Schwanz schwarz, Schwanzdeckfedern mit gerieseltem Rand. Brust dunkellachsfarbig. Schenkel und Hinterteil vorherrschend bräunlich mit grauer Pfefferung. Untergefieder grau.

    Grobe Fehler: Beim HAHN sehr ungleichmäßige Gesamtfarbe; Fehlen der dreigeteilten Federzeichnung auf Brust, Schenkeln und Flügelbinden; Vorsaum an den schwarzen Brustfederenden; fehlender Grünlack in der Besichelung; Schilf.

    Bei der HENNE zu helle, zu rote oder stark ungleichmäßige Grundfarbe; starke Flitterbildung; fehlende oder bänderungsartige Pfefferung im Mantelgefieder; zu helle Nervzeichnung; gepfefferte oder schwarz getupfte Brust; starker Ruß; Schilf.

    (Quelle: Geflügelzeitung 12/2005)